Ich bin mein eigener Endgegner!

Ich habe Depressionen.

Ich bin fett.

Ich habe Schmerzen.

Ich hasse mich.

 

Ich habe meine Pillen weggeschmissen.

Ich kann nicht mehr 134 Kilo wiegen.

Ich möchte wieder leben.

Ich will mich lieben.

 

Ich weiss nur noch nicht wie ich es schaffen soll...

 

 

Do

05

Nov

2009

Vollversagen!

Was soll ich sagen - bis zu den ersten Terminen beim Ernährungsberater hat meine Motivation gehalten. Fast zwei Kilo runter! Und dann der Urlaub... Zugenommen & innerlich das Handtuch geworfen. Na prima! Und nun veruche ich wieder meinen Willen zu stärken um endlich loszulegen. Was mir aber sehr schwer fällt - ich kämpfe gegen die Winterdepression an und mein Sohn ist krank. Es bleibt keine Zeit um auf meine Bedürfnisse zu achten. Ich verachte mich wieder aus tiefster Seele.

mehr lesen 0 Kommentare

Mo

10

Aug

2009

Arztbesuche...

Da staune ich immer noch: Meine Laborwerte sind perfekt! Keinen Diabetes, keine hohen Cholesterinwerte, nix auffälliges. Niemand käme darauf, dass ich so eine dicke, kaputte und schmerzgeplagte Kreatur bin. Ein Blutdruck von 110/80 mit 39 Jahren bei 135 Kilo schien auch die Ärztin zu erstaunen. Vom Hausarzt direkt noch zum Endokrinologen um alle Eventualitäten auszuschliessen. Bis auf kalte Knoten ist die Schilddrüse normal tätig. Nur noch die Cortisolwerte stehen aus. Habe dort auch eine erste Ernährungsberatung bekommen, besonders in Sachen Kohlenhydrate und Insulin. Erschien mir einfacher als WW. Zum Ausprobieren paar Tabletten die nach den Mahlzeiten das Insulin unten halten sollen, um Heisshungerattacken zu vermeiden. Auch eine Überweisung zur Adipositas Ambulanz habe ich mitbekommen, soll nur vorher bei der Krankenkasse fragen ob die auch Angebote haben (die sollen intensiver sein). Erschrocken habe ich mich als die Ärztin nachfragte ob ich Magen-Op gedacht hätte. Nein! Nein! Nein! Soweit bin ich nicht! Da ist die Angst grösser als das Leid. Ich will das so schaffen! Mir raucht der Kopf, aber der Wille mein Leben zu ändern ist immer noch stark.

mehr lesen 0 Kommentare

Do

30

Jul

2009

Step two...

Ich nehme weiter zu, der Entzug macht mich etwas kirre und vergesslich, Halsweh und Rückenpein machen mir arg zu schaffen. Aber ich funktioniere noch! Heute war ich etwas schwimmen (naja, mit den Kindern plantschen) und bekam abends sogar eine tolle Nacken-Massage. Schnurrrr...

Abends was die e-mail des Tages endlich da: ich habe einen Platz in der Sportgruppe für dicke Frauen! Wenigstens einmal wöchentlich was tun. Fürchte meine Kondition ist selbst für Dicke recht schlecht, aber wir werden sehen. In ein normales Sportstudio hätte ich mich nicht getraut-dazu fehlt mir die Courage.

Gut Ding will Weile haben... und das mir... wo ich doch gerne alles direkt und sofort erledigt habe!   

mehr lesen 0 Kommentare

Fr

24

Jul

2009

Der Arztbesuch

Der nächste Schritt ist gegangen. Die Ärztin war auch sehr schnell motiviert dabei - kam direkt mit Ernährungsberatung und Walkingkurs. Allerdings leider alles mit Kosten verbunden. Da ich aber so viel auf einmal abgesetzt habe, will sie erstmal Blut sehen. Die medizinische Überwachung meines Projektes wird danach erst beginnen. In der Zwischenzeit bringe ich Ordnung ins Haus, rackere rum und kriege mich so müde. Einziger Hinweis auf das Fehlen der Antidepressiva ist mein plötzlich schnell aufbrausendes Naturell. Wenn ich in den Spiegel schaue, könnte ich einfach heulen: ich fühle mich einfach nicht so fett wie ich aussehe. Was habe ich mir nur angetan? Ich weiss einfach nicht wo anfangen. Vielleicht ist das alles nur ein böser, böser Traum...

mehr lesen 0 Kommentare

Sa

18

Jul

2009

Ich dreh durch!

Das Psychopharmaka schleicht sich aus meinem Körper und ich werde unruhig. Launisch & schimpfend quäle ich mich durch den Tag.Und trotz Unruhe bin ich müde-wie geht das? Da ich auch die Schilddrüsentabletten gleichzeitig abgesetzt habe, reagiert mein Stoffwechsel fatal - ich nehme zu! Eben waren 136 kg auf der Waage und ich überlege das Projekt "ich befreie mich von Abhängigkeiten und Fett" zu beenden. Am Mittwoch habe ich einen Arzttermin und ich habe vor auch dort einen Neustart zu wagen - einen Arzt für alles, dem ich offen und ehrlich alles sagen werde und mit dem ich gemeinsam prüfe was für mich sinnvoll ist und was nicht. Und ich träume weiter meinen Traum "40 bis zur 40"... wobei 40 Pfund bis Juni 2010 schon ein Megaerfolg wären, von 40 Kilo wage ich nicht mal zu träumen...

 

mehr lesen 0 Kommentare

Mi

15

Jul

2009

Von wegen!

Heute morgen waren die gestern verschwundenen Kilos wieder da!? Es gibt wohl keine Wunder mehr! Daher die erste Entscheidung getroffen: ab sofort wird sich nur wöchentlich gewogen! Dieses auf- und ab macht mich sonst nur mürbe und bremst mich aus.

Über das Thema Essen muss ich genauer nachdenken. Ich esse meiner Meinung nach vergleichsweise normal. Immer schön stressangepasst. Heißt: tagsüber Kaffee und ggf eine Kleinigkeit zwischendurch, abends dann normale Mahlzeit. Süssem und Würzigem bin ich nicht abgeneigt - gerne auch mal wild durcheinander.

Was ich bisher über mich weiss: 1700 kcal täglich lassen mich mein Gewicht halten, ab 1701 kcal täglich erweitere ich mich.

Eine Kur brachte zu Tage, dass ich bei optimaler Haltung - bedeutet: 3 Mahlzeiten / 2 Zwischenmahlzeiten / etwas Genasche / Stressfreiheit / ausreichend Schlaf und seelischer Ausgeglichenheit tatsächlich ohne Probleme und ohne Rechnerei abnehme. Wie von selbst! Aber was bringt mir dieses Wissen und warum kann ich es nicht alltagstauglich umsetzen?   

mehr lesen 0 Kommentare

Di

14

Jul

2009

Schreiben hilft!

Man muss anscheinend nur verzweifelt genug sein... heute früh waren 1,3 kg weniger auf der Waage zu erkennen und ich frage mich wie das passiert sein kann. Wirkt die Kraft meines Willens schon im Unterbewusstsein, hat mir das Erstellen dieser Seite einen höheren Grundumsatz beschert oder habe ich einfach ordentlich geheult? Keiner weiss es!

Ich kenne leider nur eine Person die viel Gewicht abgebaut hat und es über Jahre geschafft hat schlank zu bleiben, das entmutigt mich ein wenig. Es ist auch so, dass es die ultimativ wirksame Diät nicht gibt - alles wirkt nur solange man darauf achtet, solange man zählt und rechnet. Das ist nicht mit meinem Leben kompatibel. Die meisten meiner Bekannten nehmen nach einer Trennung ab, oder wenn sie eine heimliche Affäre haben. Wahlweise geht es auch mit schweren Krankheiten oder mit Todesfällen. Mal abgesehen davon, dass ich die letzten beiden Optionen nicht ernsthaft in Erwägung ziehen möchte, habe ich auch mit Trennung und Affäre so meine Problemchen. "Schatz ich verlasse Dich-ich muss abnehmen" hört sich irgendwie bescheuert an. Bei der heimlichen Affäre stellen sich viele Fragen: Wo findet sich ein Liebhaber der Massen? Sind die nicht alle pervers? Möchte ich mich in all meiner Pracht einem fettgeilen Perversen zeigen und hingeben? Ist die Abnahme durch Sex langfristig haltbarer als bei den üblichen Diäten? Oder braucht man den Perversen langfristig? Wie entsorgt man den Perversen, wenn man nicht mehr dick genug für ihn ist? Wenn mein Mann auf: "Schatz-es ist nicht so wie es aussieht - ich nehme nur ab!" mit Trennung reagiert, nehme ich dann doppelt soviel ab? Mir schwirrt der Kopf...ich finde keine Antworten. 

Eins ist mir zumindest schon jetzt klar-der übliche Weg ist nicht meiner. Ich brauche den Weg übers Gehirn. Eine Art süchtig machende Selbsthypnose wäre okay. Oder eine Hirnstimulation die meine Verbrennung in die Höhe treibt. Etwas was mich nicht aufgeben lässt und mich immer aufs Neue motiviert. Und kosten darf es möglichst nix. Ehrenamtliche Hypnotiseure, Motivateure und Gehirnmanipulatoren-meldet Euch! 

mehr lesen 0 Kommentare

Mo

13

Jul

2009

Der erste Schritt...

Da ist er also, der totale Zusammenbruch! Es geht nicht mehr, ich kann nicht mehr. Ich fühle, dass es um mein Leben, meine Gesundheit, meine Zukunft geht. Schmerzen begleiten mich den ganzen Tag, denn mein Gewicht ist zuviel für meine Knochen. Vor drei Wochen habe ich entschieden meine Antidepressiva in den Müll zu werfen. Die Pillen machten mich zwar ruhiger, fröhlicher und entspannter - aber leider auch irgendwie tumb, unkreativ und gefühlstaub. Ich habe mich nach dem realen Leben und realen Gefühlen gesehnt - weiss aber nicht wie ich all dem gewachsen bin.

 

134 Kilo!? Wie konnte es dazu kommen? Was habe ich mir nur angetan? Klar-dickes Fell zugelegt, Schutzpanzer. In der Öffentlichkeit wurde ich von Kilo zu Kilo unsichtbarer. Meine einstige Attraktivität wich einer Masse Fett, mein einst umtriebiges Wesen wurde passiv und häuslich.   

 

Ich lernte viel Neues: Cellulitis ist auch an Unterarmen möglich! Männliches Interesse hört nach max. 110kg auf. Meine "Programmierung auf Rund" ist dominanter als jede bekannte Diät. (und ich hab sie alle gehabt...) Es gibt keine Hilfe, weder real noch im Netz wenn dein BMI die 40 knackt. (Ausser Magen-OPs, Fettabsaugungen oder andere Geldabsaugungen) 

 

Meine Depressionen nahmen mir zusätzlich die Kraft und Ausdauer - wobei ich das Gefühl habe, dass meine Depressionen der Auslöser meiner unkontrollierbaren Zunahmeaktivität waren. Seit meiner ersten depressiven Phase 1998 habe ich 54 Kilo zugenommen. Zufall?

 

Ärzte scheinen mir nicht helfen zu können, wobei ich nicht wirklich sehr häufig zu Ärzten gehe. Ja, ich schäme mich für mein Aussehen, was mich von medizinischen Untersuchungen, Schwimmbädern, Saunen, Modehäusern, Partys usw fernhält.

 

Ich brauche und suche Hilfe, oder ein paar richtig dicke Freunde, die ein paar Schritte mit mir gehen. Aber das ist selbst in den Weiten des www schwer zu finden. Also erkenne ich: "Was du nicht tust, tut keiner!" Ich bin mein eigener Endgegner und den gilt es geschickt zu besiegen. Und nun schreibe ich hier um mein Leben - es geht um nichts geringeres als das. Wo das alles hinführt weiss ich nicht, aber es muss irgendwann beginnen. Jetzt. Hier. Alleine.

mehr lesen 0 Kommentare
Pages to the People